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Kork galt lange als der Weinflaschenverschluss schlechthin. Kork ist ein Naturprodukt und nicht in beliebiger Menge zu produzieren. Die Korkeichen wurden zu oft und zu schnell „geerntet“ so dass die Korkqualität darunter gelitten hat. Der TCA im Kork tat sein übriges. Wer will schon Weine mit „Korkschmecker“. Gute Korken sind inzwischen sehr teuer geworden und es wurde und wird seid einigen Jahren nach guten Alternativen gesucht. Die Diskussion um das Für und Wider ist immer wieder Thema bei Weinfreunden, Winzern, in Kellereien und beim Fachhandel. Wir wollen Sie nicht verunsichern oder Ihnen eine Richtung aufzwingen. Wir wollen Sie nur über die aktuellen Verschlussmöglichkeiten informieren.
Für langlebige Rotweine sowie Weißweine mit hohem Alterungspotential wird der Kork wohl auch langfristig, gerade bei Traditionalisten, die erste Wahl bleiben. Es sollte sich dabei immer um einen Vollkorken handeln. Ein Restrisiko für „Korkschmecker“ wird trotz neuer Testmethoden allerdings immer bleiben.
Die renommierte australische Kellerei Penfolds ist da schon experimentierfreudiger und testet auch für die Spitzenrotweine alternative Verschlüsse.
Peter Gago ist Chief-Winemaker bei Penfolds und äußerte sich zum Thema Alternative Verschlüsse mit: „Wir finden den Schraubverschluss interessant“. Penfolds liefert auf Wusch auch die besten Weine mit Stelvin-Schraubverschlüssen aus. Die Zukunft könnte aber durchaus „Vino-lok“ für das gesamte Spitzenweinsegment gehören.
Für Weine die jung getrunken werden oder die nur einige Jahre gelagert werden sollen sind heute viele Verschlussmöglichkeiten gegeben und werden als Alternative zum Vollkorken auch vielfältig eingesetzt, bei Premiumrotweine sind wie oben beschreiben auch Vorreiter für Tests mit Alternativen Verschlüssen schon bei der Sache.
- Presskorken
- Kapselverschluss
- Vino-lok Glasverschluss
- Schraubverschluss (Stelvin)
- Kunststoffkorken
Der Presskorken finden meist bei einfachen Tisch und Tafelweinen seinen Einsatz. Er entsteht im Korkrecycling. Die Gefahr von „Korkschmeckern“ ist relativ hoch da oftmals auch belastete Korken ins Recycling gelangen.
Der Kapselverschluss findet nur selten einen Einsatz bei Stilweinen, hat sich jedoch bei Perlweinen gut behaupten können. Ein wieder verschließen der Flasche ist gut möglich.
Vino-lok, der patentierte Glasverschluss setzt sich immer mehr im Premiumsegment durch. Bei Weißweinen sorgt er dafür dass diese ihre Frucht und Frische bewahren. Für den Verbraucher, aber auch für den Winzer/Händler eine geniale Lösung. Edle Optik, leichte Handhabung, geschmacksneutral, wieder verschließbar. Der Wermutstropfen sind die relativ hohen Kosten, doch langfristig ist vino-lok für alle Beteiligten eine Bereicherung, schließlich gibt es keine korkigen Weine mehr.
Der Schraubverschluss, hier lange Zeit verpönt und als „Limonadenverschluss“ verschrien, ist beispielsweise in Neuseeland der übliche Verschluss für Weißweine. Selbst die besten Sauvignon Blanc werden mit Schraubverschluss versehen. Ein Schraubverschluss ist sicher kein Zeichen minderer Qualität. In Deutschland gilt das VDP-Weingut Tesch (Nahe) als Vorreiter für den Schraubverschluss. Alle Weine vom Weingut Tesch werden mit Stelvin-Schraubverschluss versehen. Dr. Martin Tesch fährt entsprechende Marketingkampagnen und klärt auf. Dies mit sehr gutem Erfolg. Seine Rieslinge sind stets schnell vergriffen, was sicher für die Qualität spricht die sich hinter dem Schraubverschluss verbirgt.
Der Kunststoffkorken wird als gute Alternative zum echten Korken gesehen, da viele Weinfreunde nicht auf den Korkenzieher verzichten wollen. Die modernen Kunststoffkorken sind geschmacksneutral und bieten dem Weinfreund die Möglichkeit weiter ganz klassisch den Korkenzieher zum Einsatz bringen zu können. Er sollte jedoch nicht für Weine eingesetzt werden die über viele Jahre gelagert werden, da er die Kriterien eines echten Korkens nicht erbringen kann. Vorteil auch hier, korkige Weine sind ausgeschlossen.
Sollte das Thema für Sie von besonderer Bedeutung sein, so empfehlen wir Ihnen die Seite wein-plus.de. Dort finden Sie auf mehreren Seiten genauste Informationen zum Thema „Verschlusssache Wein“.
